Vita
| *29. Januar 1954 in Reutlingen | |
| 1974 | Abitur in Herrenberg |
| 1974 - 1975 | LKW - Fahrer |
| 1975 - 1976 | Studium der Elektrotechnik |
| 1976 -1982 | Studium der Germanistik, Rhetorik und Kunstgeschichte |
| - hier besonders Studium historische Quellen zur | |
| Maltechnik und Umsetzung in die eigenen Arbeiten | |
| Seit 1976 | kontinuierlich künstlerisches Arbeiten |
| Seit 1983 | vollberuflich als Maler tätig |
| regelmäßig Ausstellungen im In- und Ausland | |
| Mitglied im: | Berufsverband bildender Künstler (BBK) |
| Künstlerbund Dresden e.V. | |
| Künstlergruppe "NEUE MEISTER" | |
| Vertreten in den | Sammlungen: |
| Reinhold Würth, Künzelsau | |
| Phantasten Museum, Palais Palffy, Wien | |
| Trierenberg Holding, Traun (Österreich) | |
| P.E. Schwenk, Schloss Haigerloch | |
| Prinzessin von Hessen | |
| sowie in vielen privaten Sammlungen auf vier Kontinenten |
Joachim Lehrer hat sich eine Optik geschaffen, die Dinge so zu sehen, wie wenn sie noch nie jemand so vor ihm gesehen hätte. Er eröffnet Vergleichsmöglichkeiten mit den Techniken alter Meister, er arbeitet mit der gleichen Akribie und demselben technischen Können wie sie, so daß man das Gefühl von sichtbar gewordener Seelenwanderung, von Träumen, von Visionen hat. In einer Zeit, wo so viel in der Kunst weg von der Natur, weg von dem Gegenständlichen, weg von der Phantasie führt, ist es eine Augenweide, Bilder von Joachim Lehrer zu sehen.
Das Geheimnis dieser Brillanz liegt in der altniederländischen Technik der Lasurmalerei: In unzähligen, hauchdünnen Schichten baut sich das Werk behutsam auf, ohne dass ein Pinselstrich die Oberfläche bricht. Während die dunklen Partien an Tiefe gewinnen, verleiht ein leicht pastoser Farbauftrag den Lichtern plastische Präsenz. So entsteht eine lebendige Wechselwirkung zwischen Deckkraft und Transparenz, die bis auf den Malgrund führt – ein jahrhundertealtes Verfahren, das in Lehrers Händen eine faszinierende Modernität entfaltet.
Manfred Konnes